Ostpreußen

Ostpreußen

Ostpreußen, nordöstlichste Provinz des preuß. Staates, zugleich nordöstlichster Teil des Deutschen Reichs [Karte: Ostpreußen etc. I u. I, 4], gebildet 1. April 1878 aus dem östl. Teil der bisherigen Prov. Preußen, 36.994 qkm (ohne Kurisches und Frisches Haff), (1900) 1.996.626 E. (269.196 Katholiken, 13.877 Israeliten), (1905) 2.034.593 E.; Hügel- und Flachland mit vielen Seen (Ostpreuß. Seenplatte), teils sumpfig und moorig, teils sehr fruchtbar. Seen: Mauersee (105 qkm), Spirdingsee (102), Lötzener, Roschsee u.a. Flüsse: Dange, Winge, Niemen mit Jura und Scheschuppe, Nemonien, Pregel mit Inster, Pissa und Angerapp, Passarge; Kanäle: König-Wilhelms-, Elbing-Oberländischer, Schilling-Drewenz-, Seckenburger Kanal, Großer Friedrichsgraben, Masurische Wasserstraße. Produkte: Roggen, Hafer, Kartoffeln. Bedeutende Vieh-, bes. Pferdezucht (Hauptgestüt Trakehnen); wichtige Forstwirtschaft, Fischerei, Schiffbau, Sägemühlen, Bernsteinindustrie. Universität und Kunstakademie Königsberg, Lyzeum Hosianum in Braunsberg, 17 Gymnasien, 3 Realgymnasien, 1 Ober-, 6 Realschulen, 1 Realprogymnasium, 8 Schullehrerseminare, 13 Landwirtschafts-, 2 Navigationsschulen. Hauptstadt Königsberg, Oberlandesgericht Königsberg, 8 Landgerichte. 3 Regierungsbezirke: Königsberg, Gumbinnen und Allenstein (seit 1. Okt. 1905). Oberpräsidium in Königsberg. Wappen: Schwarzer Adler in silbernem Felde [Abb. 1304]; Farben: Schwarz-Weiß. Geschichte, s. Preußen. – Vgl. Lohmeyer (2. Aufl. 1884), Ewald (1872-86), Horn (1890), Ambrassat (1898); »O. Land und Volk« (16 Tle., 1901-2).


http://www.zeno.org/Brockhaus-1911. 1911.

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